Auch wenn man schon genau wusste, dass für die BMW-Zweite eine harte Saison 16/17 ins Haus steht, bevor überhaupt die erste Kugel gespielt war, hatten sich bestimmt viele – sowohl auf Seiten der Aktiven als auch im Lager der Anhänger – den Verlauf der zweiten Saison in der Regionalliga München/Niederbayern deutlich anders vorgestellt.

Schon beim eher schleppenden Auftakt zeigte sich eine Misere, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Runde ziehen sollte: Man war nie völlig ohne Chance, ließ sich aber regelmäßig bei den entscheidenden Schüben die Butter vom Brot nehmen, weil die gegnerischen Akteure einfach cleverer, abgebrühter oder glücklicher agierten.

Da im weiteren Verlauf auch noch die Verletzungssorgen – nicht nur in der eigenen, sondern auch in der ersten Mannschaft – immer größer wurden, zeichnete sich durch das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz allmählich ab, dass die Luft immer dünner wird. Als in den letzten Spielen ausgerechnet gegen die direkten Konkurrenten um den Verbleib in der Klasse vereinzelt sogar drei Aushelfer aus der 3. oder 4. Mannschaft hochgezogen werden mussten, um überhaupt antreten zu können, schwammen den BMWlern auch noch die letzten Felle davon: Am vorletzten Spieltag war der Abstieg der Zweiten in die Bezirksoberliga amtlich. 

Abgesehen von „Oldie, but Goldie“ Franz Erber, der mit dem starken Gesamtschnitt von 557 Holz in der neuen Saison voraussichtlich die erste Mannschaft komplettieren wird, hatten alle Spieler gute wie schlechte Phasen im steten Wechsel: Erwähnenswert sind an dieser Stelle auch die beiden knappen 550er-Gesamtschnitte von Bastian Attenberger (548 Holz) und Kapitän Matthias Littich (549 Holz). Auch Thomas Steindl (542 Holz), Lars Lungwitz (540 Holz), Peter Wehlauch (533 Holz), Hans Alt (528 Holz) und Michael Gerstmayr (525 Holz) kämpften bis zum Schluss um die Punkte und trugen alle entscheidenden Anteil an der bis zum Schluss guten Stimmung innerhalb der Mannschaft – allen Misserfolgen und Hindernissen zum Trotz.

Es bleibt abzuwarten, wie sehr sich das Gesicht der Mannschaft bis zum Beginn der nächsten Saison ändern wird, da einige Spieler entweder in die Erste aufrücken oder auch aus verschiedenen Gründen kürzertreten müssen. Beim geplanten Trainingslager im August kann man sich aber vielleicht schon einmal auf die „Mission: Wiederaufstieg“ einschwören.
attenberger bastianSiegen oder fliegen - so lautete vor Beginn der Partie das Motto für die zweite Mannschaft des BMW SKK Landshut. Dass es mit nicht vollständigem Personal (Littich und Erber waren mit der Ersten in Eichstätt unterwegs) ein schweres unterfangen werden würde, war bereits bei der Abfahrt klar.
Nach dem Motto, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, stellten die Mannen um Vertretungs Kapitän Attenberger auf. Im Startpaar spielten so Attenberger selbst und Lars Lungwitz vor der brechend vollen und stimmgewaltigen Kulisse in Oberlauterbach gegen das Heimduo Gruber und Söder. Auf höchstem Regionalliga Niveau duellierten sich die beiden am Ende Tagesbesten Gruber und Attenberger (2,5:1,5 und 591:588). Im letzten Durchgang, der hier die Entscheidung bringen musste, konnte der Oberlauterbacher durch 4 mal "alle neun Holz" im Abräumen und fantastischen 170 Holz den MP sichern. Aber er musste bis zum Schluss gewaltig kämpfen, da auch Attenberger mit 300 Holz auf den zweiten 60 Wurf nicht locker lies und über weite Strecken auf in Führung lag. Da auch Lars Lungwitz seinen Gegenüber Simon Söder unter Kontrolle hatte und bereits noch 3 Sätzen den MP verbuchen konnte (543:524 / 3:1), wurde es phasenweise gespennstisch still in der Kegelhalle. Denn auch die Gastgeber waren zum Siegen verdammt, hätten sie sonst die rote Laterne aus Landshut übernommen. Im Mittelpaar wendeten die Gastgeber jedoch sehr schnell das Blatt zu ihren Gunsten und erzielten bereits hier die Vorentscheidung. Mit zwei mal 570 Holz und jeweils deutlichen 4:0 besiegten Christoph Schabel und Wolfgang Hoffmann die Landshuter Hans Alt (490) und Michael Gerstmayr (511), die beide weit unter ihren Verhältnissen spielten. Im Schlussdurchgang unterlag der BMW Aushelfer Michael Huhn dem ebenfalls schwachen Martin Hoffmann mit 1:3 und 499:520 Holz. Im letzten Duell des Nachmittags konnte sich Thomas Steindl, nach einer eigentlich komfortablen Führung nach 60 Wurf, gerade noch auf den letzten Würfen den MP mit 2:2 und 545:534 sichern.
Nach dem 2:6 und 3176:3309 im vorerst letzten Regionalliga - Auswärtsspiel für die nächste Zeit, steht nun der Abstieg in die Bezirksoberliga Niederbayern fest. Im letzten Spiel der Saison am kommenden Samstag gegen die Alemannen aus München kann nun ein noch versöhnlicher Abschluss geschaffen werden.
attenberger bastianLangsam wird die Luft ganz ganz dünn für die zweite Mannschaft des BMW SKK Landshut. Im vorletzten Heimspiel der Saison nahmen die Gäste aus Puchheim die vielen Geschenke der Hausherren dankend an und konnten am Ende der Partie bei Tabellenpunkte für sich behaupten. Bereits im Startpaar nahm das Unheil seinen Lauf. Bereits nach 60 Wurf musste Lars Lungwitz verletzungsbedingt an Ersatzmann Stefan Kössl abgeben. Dieser konnte auf die guten 280 Holz von Lungwitz nicht aufbauen und so unterlagen beide dem erwartet starken Gästeakteur Max Moser mit 491:579. In der weiteren Partie des Startpaares musste Hans Alt seinem Gegenüber Arben erst im letzten Abräumen ziehen lassen und unterlag mit 1:3 und 525:562. Das Mittelpaar hatte nun die Aufgabe trotz eines großen Holzrückstandes, beide MP zu holen um die minimale Chance auf ein Unentschieden zu wahren. Hauchdünn gelang dies auch. Thomas Steindl machte es besonders spannend und sorgte erst mit dem letzten Wurf für den nötigen Ausgleich auf der Schlussbahn um so den MP an sich zu reißen. Nicht ganz so spektakulär holte Michael Gerstmayer seinen MP. Frisch aus dem Urlaub eingeflogen erledigte er dies souverän durch ein 3:1 (519:494) gegen Florian Schweiger. Somit konnten zwar nur wenige Holz gewonnen werden, aber die Chance auf ein 4:4 gewahrt werden. Bastian Attenberger, in seinem zweiten Spiel an diesem Nachmittag, konnte seinen Punkt gegen Thomas Wurzer mit 2:2 aber dennoch sicheren 528:507 erspielen. Im Schlussduell tat sich der zweite Ersatzmann von BMW anfangs etwas schwer und geriet gegen Drescher bis zur Halbzeit in Rückstand. Auf der dritten Bahn konnte er sich jedoch wieder herankämpfen. Der letzte Durchgang endete Unentschieden, was leider nicht mehr zum Punktgewinn reichte. Somit konnten die Gäste aus Puchheim in einem äußerst schwachem Regionalliga Spiel die Punkte mitnehmen. Durch das 3:5 (3110:3207) bleibt BMW 2 weiterhin mit der roten Laterne am Ende der Tabelle. Da jedoch auch alle direkten Konkurrenten patzten, ist die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben - je nachdem mit welchem Personal man die letzten Spiele bestreiten kann....
littich matthiasNachdem man sich durch eigenes Unvermögen und unnötige Heimniederlagen selbst ans Tabellenende der Regionalliga bugsiert hatte, standen die Mannen beim Spiel gegen Altmünchen an der Säbener Straße bereits mit dem Rücken zur Wand und waren - ohne den bei der Ersten geparkten Thomas Steindl - zum Siegen verdammt. Wie üblich wartete man mit einiger Spannung auf die Aufstellung des Gegners, da sich die Münchner in dieser Saison bei Heimspielen regelmäßig Unterstützung von der ersten Mannschaft aus der DCU holen. Da diese jedoch zeitgleich in Monsheim im Einsatz war, erwies sich die Aufgabe an diesem Spieltag als durchaus lösbar.

Beim Spiel über 6 Bahnen gingen für die BMW-Zweite zunächst Franz Erber (gg. Michael Bogieczyk), Hans Alt (Alexander Schmalix) und Lars Lungwitz (gg. Ernest Pichler) an den Start. Es entwickelte sich insgesamt gesehen ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem der hocheingeschätzte Landshuter Franz Erber nicht ganz zu seinem Spiel fand und deswegen mit - für seine bzw. Münchner Verhältnisse - verhaltenen 541 seinen überraschend gut aufgelegten Gegner Bogieczyk (577) ziehen lassen musste. Ähnlich erging es auf der Parallelbahn leider Hans Alt, der es allerdings mit dem wie schon im Vorfeld erwartet stärksten Gastgeberakteur zu tun hatte; einer Tagesbestleistung von 602 setzte er starke 571 dagegen und sorgte so dafür, dass Lars Lungwitz leichter die Kohlen für die BMWler aus dem Feuer holen konnte. Dieser holte nämlich bei seinem klaren 4:0 gegen Pichler den wichtigen Mannschaftspunkt sowie einen satten Holzvorsprung (547:463).

Mit einem 3:2 als Zwischenstand wegen des knappen Gesamtholzvorsprungs aus Landshuter Sicht ging es dann in die Schlusspaarung, bei der Bastian Attenberger in ungewohnter Weise der älteste Akteur des Sextetts war. Seinen Vorsprung an Erfahrung konnte er jedoch an diesem Tag bei 545 nicht entscheidend umsetzen und gab den Mannschaftspunkt trotz eines Gleichstands bei den Satzpunkten an Tobias Spichal (560) ab. Einseitig und wie geplant zu Gunsten der BMWler verlief das Duell von Kapitän Matthias Littich gegen den Altmünchner Daniel Böswetter; mit 4:0 Satzpunkten und überzeugenden 592 knöpfte er seinem Gegner schon früh (539) so viele Kegel ab, dass ein Unentschieden über die Gesamthölzer schon vor dem letzten Durchgang so gut wie feststand. Im entscheidenden Vergleich zwischen Michael Gerstmayr und Marcus Kronschnabl ging es lange Zeit hin und her; nach einem famosen Beginn sah sich der Landshuter wegen einer schwachen zweiten Bahn aber plötzlich wieder im Hintertreffen. Mit einem vorentscheidenden Abräumneuner wenige Schub vor Schluss ging der BMWler dann aber doch wieder eindeutig in Führung und besorgte mit seinem 3:1 und 542 zu 522 den verdienten fünften Mannschaftspunkt.

Vor allem wegen des deutlich besseren Abräumspiels (plus 116 Holz) gingen endlich wieder einmal die Siegpunkte an die Zweite, die allerdings die rote Laterne durch den Alemannensieg in Plattling trotzdem nicht loswurde. Daher gilt auch für das kommende Heimspiel gegen Puchheim die Devise „Gas geben und einen Sieg nachlegen!“.
Auch das dritte Rückrundenspiel brachte nicht die nächsten, dringend benötigten, Punkte im Abstiegskampf. Nach der schmerzlichen Heimniederlage gegen Straubing 2, gelang den Mannen um Kapitän Littich auch in Plattling kein Befreiungsschlag. Da auch die anderen Hinterbänkler alle keine Punkte einfahren konnten, bleibt BMW 2 weiterhin auf dem vorletzten Platz.

Im Startpaar setzte BMW auf die Kraft von Lars Lungwitz und Matthias Littich, die gegen das nominell stärkste Paar der Plattlinger Christ und Altmann trafen. Die Gastgeber kamen jedoch besser aus den Startlöchern und gingen sofort in Führung. Bei Lars Lungwitz lief es aber weiterhin nur mäßig, so dass nach 60 Wurf Schluss für ihn war und Routiner Hans Alt auf die Bahn kam. Aber auch er konnte den ebenfalls nur wenig überzeugenden Plattlinger Karl-Heinz Christ nicht mehr gefährlich werden und so unterlagen Lungwitz/Alt mit 1:3 und 480:525 Holz. Nebenan kam Matthias Littich besser ins Spiel und konnte seine Partie nach dem Rückstand im ersten Satz zu seinen Gunsten drehen. Er besiegte Matthias Altmann mit 3:1 und 532:517 Holz. Im Mittelpaar traf Thomas Steindl auf den Aushelfer der Gastgeber Fuhlbrügge. Wie schon so oft in dieser Saison, konnten die Aushelfer der Gegner hervorragende Ergebnisse erzielen und machen den BMW'lern das Leben zusätzlich schwer. Steindl war bereits nach 3 Bahnen um den MP gebracht, konnte jedoch durch eine starke letzte Bahn sein Ergebnis noch nach oben schrauben. Gleichzeitig lief es bei Fuhlbrügge nicht mehr wie zuvor, so konnte er hier noch 30 Holz gut machen. Das Duell endete 3:1 und 528:511 für den Gastgeber. Den Punkt zum 2:2 Ausgleich nach Mannschaftspunkten konnte Michael Gerstmayr erzielen. Gegen Thorsten Kaierleber reichten an diesem Abend bei einem 2:2 nach SP, 527:508 Holz. Mit einem 2:2 und Rückstand von nur knapp 30 Holz war es nicht unmölgich noch zahlbares zu erzielen. Im mit Abstand besten Duell des Abend musste sich Franz Erber jedoch mit 2:2 und 567:574 gegen Stephan Stübinger geschlagen geben. Auch nebenan brachte Bastian Attenberger nichts auf die Bahn. Mit einem deutlichen 1:3 und 470:533 ging auch dieser MP an den Plattlinger Matzelsberger. Mit 2:6 im Gesamtergebnis und 3087:3185 blieben die 2 Punkte in Plattling.
... haben die Herren von BMW 2 am Sonntagnachmittag an der Säbener Straße.
Gegen die gastgebenden Germanen, immerhin Tabellenzweiter hinter den weiter unangefochtenen Hallbergmoosern, reichte es beim 3:5 zwar am Ende nicht zum erhofften Sieg, aber immerhin zu drei vielleicht noch wichtigen Mannschaftspunkten, wenn es in der Endabrechnung um den Klassenerhalt geht.
Während Lars Lungwitz einmal mehr mit den Bahnverhältnissen haderte, dennoch auf solide 542 Holz kam, aber den Mannschaftspunkt am Ende doch seinem Gegner Michael Klopp (572) überlassen musste, ging Routinier Franz Erber hochmotiviert auf die Bahn. Besonders ins Volle konnte er restlos überzeugen; er spielte mit 601 Holz Tagesbestleistung aller Akteure und fuhr gegen Klaus Wodtke (560) folgerichtig auch den wichtigen Mannschaftspunkt im Startpaar ein.
Einen ganz ähnlichen Verlauf nahm das Spiel auch in der Mittelpaarung: Michael Gerstmayr hielt lange Zeit mit, konnte aber in den entscheidenden Würfen nicht punkten und verlor sein Duell gegen Gastgeberspielführer Martin Kistritz am Ende doch noch deutlich mit 541 zu 574 Holz. Eine reine Nervenschlacht entwickelte sich parallel im Duell der "alten Bundesligahaudegen": Werner Stössl spielte auf Seiten der Münchner ungewohnt zerfahren, was sein Landshuter Kontrahent Thomas Steindl zu nutzen verstand. Mit 2,5:1,5 Satzpunkten und 561 zu 542 Holz rang er den schnittbesten Hausherren nieder, sodass das BMW-Schlusspar bei relativ augeglichenem Spielstand in die Partie ging.
Obwohl nicht nur in dieser Spielphase viele freundliche Angebote der Münchner kamen, lehnten sowohl Kapitän Matthias Littich als auch Bastian Attenberger bis zum Ende dankend ab und mussten deswegen eine Niederlage um 30 Gesamtholz quittieren. Littich holte sich trotz einer schwachen Räumleistung zwar zumindest noch den Mannschaftspunkt gegen Schwojer bei 561 zu 543, doch Attenberger kam gegen Weiß nicht recht in die Gänge und musste seinem Gegner schließlich deutlich den Vortritt lassen (524:574).
Bei leichtem Schneefall machte man es sich aber im Anschluss dennoch vor der Heimfahrt beim Bus gemütlich - mit einer leckeren Brotzeit und - wen wundert's bei der Truppe? - viel guter Laune.
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